Beruf: Berufung oder Überlebenskampf?

Beruf: Berufung oder Überlebenskampf?

Derzeit drängt sich das Thema „Beruf“ sehr in den Vordergrund. Sowohl im Klienten- als auch Freundeskreis stehen Menschen vor der Situation, die beruflichen Weichen neu zu stellen und sich mit der Frage zu befassen: Was will ich? Welche Wünsche habe ich an meinen Beruf? Wie viel Erfüllung soll er für mich bereithalten?

Als hochsensibler Mensch begegnet man im Beruf eigenen Herausforderungen, besonders dann, wenn man für ein großes Unternehmen mit starren Hierarchien und streng abgegrenzten Aufgabengebieten arbeitet. Hochsensible und Hochbegabte stoßen hier schnell an Grenzen. Denn wer über den Tellerrand schaut, weiter denkt, tiefer fühlt und das Große Ganze im Blick hat, wird entweder sein eng gestecktes Aufgabengebiet verlassen und damit Kollegen/Vorgesetzten auf die Füße treten oder er wird sich bescheiden, damit aber unzufrieden sein, weil seine Vielseitigkeit nicht zum Zuge kommt.

Ein besonderes Dilemma ist die Zwickmühle zwischen Über- und Unterforderung. Überfordert sind Hochsensible durch die Reizüberflutung am Arbeitsplatz schnell, unterfordert aber gleichzeitig auch, weil sie mit ihrem Bedürfnis nach Sinnhaftigkeit häufig nicht zum Zuge kommen. Die Sinnfrage spielt für viele HSP eine große Rolle. Deckt sich meine Tätigkeit mit meinen Wertvorstellungen? Tue ich etwas, das zum Wohle anderer beiträgt? Sorge ich für Nachhaltigkeit?

Häufig müssen hier Weichen neu gestellt werden und viele Hochsensible zieht es in die Selbständigkeit.

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