Hochsensible Kinder

Hochsensible Kinder (HSK) – eine besondere Herausforderung für Eltern und Erzieher

Junge sitzt auf Treppenabsatz und verbirgt sein Gesicht in den Händen.

Gehörst du auch zu den Eltern, die bereits einen Diagnose-Marathon mit ihrem Kind durchlaufen haben und zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis gekommen sind?

Vielleicht eröffnet dir die Beschäftigung mit dem Thema Hochsensibilität eine ganz neue Blickweise. Denn: Derzeit sind die Besonderheiten, die hochsensible Kinder mitbringen noch relativ unbekannt, weshalb auffälliges Kindesverhalten häufig fehlinterpretiert wird.

Hochsensible Kinder sind extrem unterschiedlich. Die einen bekommen Wutausbrüche und schlagen um sich, andere ziehen sich zurück und sind nicht mehr ansprechbar. Und alle möglichen Verhaltensvariationen dazwischen. Es gilt, dein Kind in seiner Individualität genau kennen zu lernen, um zu verstehen, warum es aus der Norm fällt.

Hochsensible Kinder sind anders

Wir leben in einer sehr diagnose- und therapiefreudigen Zeit. Und so wird auch Eltern von „schwierigen“ Kindern recht schnell bescheinigt, dass ihr Kind die ein oder andere Störung habe.  ADS, ADHS sind sehr beliebte Diagnosen, auch Asperger Autismus wird hochsensiblen Kindern zugedacht. Das muss nicht stimmen. Wenn du – vielleicht auch nur ganz vage – das Gefühl hast: Eigentlich ist mein Kind doch in Ordnung, vertraue diesem Gefühl. Auch wenn alle Menschen um dich herum etwas anderes sagen. Wenn du jetzt schon beim Thema Hochsensibilität angekommen bist mit deiner Recherche, ist die Spur vielleicht genau die Richtige und dein Gefühl stimmt.

Hochsensibilität ist keine Störung. Es ist eine besondere Veranlagung, mit der man seinen Umgang lernen muss.

Stell dir vor, du setzt dich zum ersten Mal in einen Rennwagen. Glaubst du, dass du sofort mit ihm zurecht kommst ohne anzuecken? Und dass du es schaffst, durch enge (zu enge) Sträßchen zu fahren, ohne andere Autos zu beschädigen? Vermutlich nicht. Den Umgang mit einem solch hochgetunten Auto muss man üben. Genauso ist es mit der hochsensiblen Veranlagung. Dein Kind muss lernen damit zurecht zu kommen, hat aber im Umfeld vielleicht bisher nur Vorbilder, die ihm vermitteln, wie man als durchschnittlich sensibler Mensch klarkommt. Es ist also bisher auf sich alleine gestellt und versucht, seine eigenen Methoden zu finden, sich mit seiner besonderen Reizverarbeitung zu schützen.

Das typische hochsensible Kind

gibt es nicht. Denn eine hohe Sensibilität ist nur eines von vielen Wesensmerkmalen. Hinzu kommen Temperament, Intro-  oder Extrovertiertheit, Durchhaltevermögen, Anpassungsfähigkeit und vieles mehr. Sehr viele verschiedene Faktoren bestimmen, wie dein Kind mit seiner besonderen Reizverarbeitung umgeht. Ob es ausrastet oder sich „abschaltet“, ob es auf kratzende Socken mit Geschrei reagiert oder auf die falsche Nudelsorte mit Essensverweigerung.

Dein hochsensibles Kind ist völlig in Ordnung

Glaube es nicht zu schnell, wenn jemand sagt, mit deinem Kind sei etwas nicht in Ordnung, weil es aus der Norm fällt. Hochsensible Kinder sind in der Minderheit. Deshalb fallen sie auf. Sie müssen aufgrund ihrer besonderen Reizverarbeitung Strategien entwickeln, wie sie in einer Welt zurecht kommen, die nicht für Hochsensible gemacht ist. Diese Strategien sind mal mehr mal weniger auffällig, sie sind aber der Weg, den dein Kind sich gesucht hat, weil es keinen besseren gefunden hat. Doch dabei kannst du ihm helfen. Je mehr du verstehst, was in deinem Kind vorgeht, desto einfühlsamer kannst du mit ihm nach Lösungen suchen, die angemessener oder wirksamer sind.

Als Elternteil eines hochsensiblen Kindes stehst du vor großen Herausforderungen:

  • Du möchtest dein Kind verstehen und ihm die erzieherische Begleitung zukommen lassen, die es bestmöglich unterstützt.
  • Du willst seiner Individualtität gerecht werden.
  • Du musst einen gangbaren Weg durch das gegenwärtige Kindergarten- und Schulsystem finden und dein Kind vor falschen Zuschreibungen schützen. Hier stößt du vielleicht auf Unverständnis für ungewöhnliche Verhaltensweisen. Bitte erwarte nicht, beim Thema Hochsensibilität in Kindergarten, Schule oder einer therapeutischen Einrichtung allzu viel Vorwissen anzutreffen. Das Thema ist noch recht neu. Viele Eltern müssen hier Pionierarbeit leisten und Verständnis erst hervorrufen.

Mein Angebot für  Eltern

Werde HSK-Mutter oder HSK-Vater – deinem Kind zuliebe

Der beste Weg, wie du deinem Kind helfen kannst ist es, dich sowohl mental als auch emotional auf das Thema einzulassen. Informiere dich und setz dich mit dem Thema auseinander. Dann kannst du deinem Kind das geben, was ihm hilft: Verständnis, Schutz, Erklärungen, Vermittlung. Dann kann es lernen, wie es mit seiner Andersartigkeit besser als bisher zurecht kommt und sich selbst anders zu regulieren. Gerne stehe ich dir unterstützend zur Seite.

Eltern-Coaching: Warum ich mit den Eltern arbeite

Niemand kennt dein Kind so gut wie du. Du bist eine der wichtigsten Bezugspersonen für dein Kind, der Mittler zu Welt da draußen. Deshalb ist es wichtig, dass du dein Kind richtig gut verstehst, mit all seinen Besonderheiten. Wenn du im Thema Hochsensibilität kompetent bist, kannst du deinem Kind am besten helfen sich selbst zu verstehen und in der Welt zurecht zu kommen. Diese Eltern-Kompetenz können wir gemeinsam erarbeiten. Wir betrachten dazu eure spezielle Situation und suchen gemeinsam alternative Wege unter Berücksichtigung der Veranlagung deines Kindes. Du erhältst dabei alle Informationen von mir, die du benötigst, um dein Kind in seiner besonderen Reizverarbeitung besser zu verstehen.

Coaching + Beratung

Mein Angebot für Einrichtungen

Gerne informiere ich auch in Einrichtungen über das Thema Hochsensibilität. In welcher Weise dies geschehen kann, ob als Vortrag oder als Teamgespräch, darüber verständige ich mich bei Interesse mit dir und der Einrichtung.

 

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