Veränderung: Wünschen oder Handeln?

Mann auf Mauer und Zitat zum Wünschen / Hoffen.

Veränderung: Wünschen oder Handeln?

„Auf Veränderung zu hoffen ohne selbst etwas dafür zu tun ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten.“

Oder, wie es uns früher in etwas konservativerer Form ins Poesie-Album geschrieben wurde:

„Bete zu Gott, aber fahre fort nach dem Lande zu rudern.“

Die Botschaft, die beide Sätze enthalten, ist: Veränderung braucht beides, das vertrauensvolle Hoffen oder Wünschen und das Handeln. In beiden Fällen geht es um die Mischung aus Tun und Geschehenlassen.

Aber aus irgendeinem Grund ist es nicht so einfach, das umzusetzen. Deshalb widme ich mich heute einmal den Faktoren und der Dynamik, die es braucht, damit du das, was du möchtest, auch wirklich zum Blühen bringst. Es spielt dabei keine Rolle, ob du Ziele der persönlichen Entwicklung anstrebst, ein Beziehungsthema verfolgst oder materiellen Reichtum erlangen möchtest. Die Gesetze, nach denen unsere Ziele sich erfüllen, sind immer die gleichen.

Ohne Fleiß kein Preis?

Früher war eine weit verbreitete Haltung, dass der Lohn (Erfolg) sich dann einstellt, wenn man schön fleißig war. „Ohne Fleiß kein Preis“ war die Haltung. Erfolg musste man sich redlich verdienen. Flog er einem zu, bekam er leicht etwas Fragwürdiges oder Anrüchiges. Diese Haltung steckt nach wie vor vielen Menschen in den Zellen. Es ist die Überzeugung, dass man sich abrackern muss, um ein Ziel zu erreichen. Wenn man schön fleißig ist und es auch ein bisschen weh tut, dann hat man sich seinen Lohn redlich verdient.
Kennst du das? Wenn nicht: Wie schön!!!

Oder hilft das Wünschen?

Was mir heute wie eine Gegenbewegung vorkommt, ist das tatenlose Hoffen auf Veränderung. Der Glaube, dass Wünschen alleine ausreicht, um etwas zu verändern, ist die bequeme Alternative zu der alten Doktrin. Ich muss nur wünschen, dann wandelt sich mein Leben ganz von alleine zum Guten.

Das stimmt leider nicht. Genauso wie es nicht stimmt, dass wir unseren Lohn erhalten werden, wenn wir nur fleißig genug sind. Möglicherweise bekommen wir einfach nur Rückenschmerzen und hängende Mundwinkel.

Es ist beeindruckend, wie lange wir Menschen versuchen, mit den immer gleichen Methoden neue Ergebnisse zu erzielen, sei es Abwarten und Hoffen oder emsiges Treiben. Beides alleine bringt uns nicht wirklich unseren Zielen näher.

Was braucht es also, um glücklicher, erfolgreicher und erfüllter zu werden?

Als erstes
brauchst du eine Idee davon, wo du hin möchtest. Was genau soll sich verändern, was ist das gewünschte Ziel? Hierbei ist es wichtig, sehr konkret zu werden. Also nicht einfach nur: „Ich möchte eine glückliche Beziehung führen“ sondern „Ich wünsche mir einen Partner/eine Partnerin mit diesen Eigenschaften: …
Mit ihm/ihr möchte ich eine Beziehung leben, die von folgenden Werten geprägt ist: …“

In dem Moment, in dem du wirklich konkret wirst, übernimmst du die Verantwortung für das Gelingen deines Glücks. Du überlässt es nicht mehr einer höheren Macht zu wissen, was dich erfüllter/glücklicher sein lässt, sondern machst dir selber Gedanken, was genau du dafür brauchst. Indem du dir über dein Ziel klar wirst – und das ist nicht immer leicht -, richtest du deine Gedanken auf dein Wunschziel aus. Ja, vielleicht beschäftigst du dich überhaupt zum ersten Mal ganz konkret mit deinen Wünschen, mit denen, die nicht an der Oberfläche liegen, sondern darunter.

Das zweite
absolut wichtige Element ist das Aufräumen der Gefühle. Wenn du bisher dein Wunschziel nicht verfolgt hast oder dir vielleicht noch nicht einmal eingestanden hast, wo deine eigentlichen Sehnsüchte liegen, dann hat das emotionale Gründe. Du glaubst vielleicht, dass du es nicht wert bist, dass dir das ganz volle Glas nicht zusteht, hältst deine Wünsche für vermessen oder du hast Angst vor Enttäuschung/Neid/Ablehnung…

Jeder Mensch hat verletzte Gefühlsanteile, die entweder durch eigenes Erleben entstanden sind oder die als emotionale Qualität vererbt wurden. Diese möchten dir vermitteln, dass deine Ängste vor dem neuen Schritt sehr berechtigt sind und du lieber alles so lassen solltest wie es ist. Diese Festhaltekräfte hat jeder Mensch. Die Frage ist, ob du ihnen folgst. Wenn wir diese gebremsten, verletzten Emotionen nicht heilen, drehen wir uns mit unseren Bemühungen im Kreis. Dann kann es sein, dass du scheinbar ALLES tust um in deinem Leben etwas zu bewegen, aber trotzdem deinem Ziel nicht näher kommst.

Der dritte Punkt
ist dein Handeln. Bei manchen Menschen liegt hier eine Bremse. Sie haben tolle Ideen, hinter denen sie auch gefühlsmäßig stehen, aber sie tun nicht die nötigen Schritte, um ihrem Ziel näher zu kommen. Sie sagen vielleicht, dass sie einen neuen Job möchten, unternehmen aber nichts, was sie auf dem Arbeitsmarkt sichtbar macht. Oder sie sprechen von dem Traumpartner, den sie sich wünschen, zeigen sich aber nirgendwo als Single. Wer nicht ins Handeln kommt, kann die Konfrontation mit der Realität wunderbar vor sich herschieben.

Es ist ein bisschen wie Traumtänzerei: Man träumt von der idealen Beziehung, stellt sich aber nicht der Erfahrung, ob man selber überhaupt in der Lage ist, seinen Teil dazu beizutragen, eine solche Beziehung zu gestalten und am Leben zu halten. Oder man vermeidet die Konfrontation damit, ob man auf dem Arbeitsmarkt mit seinen Fähigkeiten gut ankommt oder abgelehnt wird.

Handeln ist konkret. Es zeigt dir auf, wo du noch etwas nachlegen musst, um deinem Ziel näher zu kommen. Es braucht manchmal eine schöne Portion Mut, sich dieser Realitätsüberprüfung zu stellen.

Alle Punkte müssen im Einklang sein.

Dann geht die Post ab! Wenn dein Denken, Fühlen und Handeln die gleiche Richtung haben, kann das Leben gar nicht anders, als darauf zu reagieren. Dann stellt es dir die Weichen neu. Das ist ein Lebensgesetz. Das, was du erlebst, ist immer ein Spiegel dafür, wie du denkst, fühlst und handelst.

Und hier liegt dein Einflussbereich. Sobald du in einem Bereich Veränderungen vornimmst, wird das Leben darauf reagieren. Manchmal muss man Veränderungen in allen drei Bereichen vollziehen, bevor der Knoten aufgeht. Aber wenn man es tut, dann geht er auf!!

Das Schöne ist, dass wir heute die Werkzeuge haben, mit denen wir Einfluss auf alle Bereiche nehmen können! Selbst tiefe Schichten des Unterbewussten mit uralten emotionalen Belastungen kann man heute erreichen, sichtbar machen und heilen. Was es braucht, ist dein Wille, dich auf den Weg zu machen und eine Portion Ausdauer. Dann kannst du deine Lebensgestaltung wirklich in die Hand nehmen.

Und wenn du neue Schritte tust, kommt das Leben dir auf halbem Wege entgegen.

Herzlichst

Barbara

 

Für Menschen, die sich mit unserer Hilfe ihrer aktiven Lebensgestaltung zuwenden möchten, haben wir ein wunderschönes Angebot: Aufstellungscoaching – Individuell wachsen in Gemeinschaft.
Die Kombination von Aufstellung, Coaching und Gruppe ist extrem kraftvoll, da hier emotionale Tiefenarbeit mit ganz konkreten Impulsen verbunden wird. Und du erhältst durch die Gruppe Feedback, das dir zeigt, wo du dich vielleicht selber begrenzt und wie andere Menschen dich im Vergleich dazu wahrnehmen. Das kann deinen Blick auf dich sehr weiten.

Möchtest du dabei sein? Wir freuen uns auf dich!

Barbara & Udo

Barbara Grebe
Barbara Grebe

Barbara Grebe ist Coach für hochbegabte und hochsensible Menschen in Köln.

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