Vom Sinn der Krise

Manchmal ruckelt es ein wenig, wenn das Leben in den nächsten Gang schaltet

Vom Sinn der Krise

— und manchmal ist auch ganz schön Sand im Getriebe.

Während ich dies hier schreibe, wird unter mir eine Wand eingerissen. Der Presslufthammer lässt die Wände wackeln, wenn er pausiert, werden Kacheln abschlagen. Es müssen Mauern versetzt und neue Leitungen verlegt werden. Und bald kommt der Durchbruch…

Warum ich das hier erzähle?
Für mich ist das ein Sinnbild für das, was im Außen genauso wie im Inneren passiert. Das Leben fordert mich gerade ziemlich stark. Krankheitsfälle in der Familie, die erhöhten Einsatz meinerseits erfordern, bürokratische Dinge, die erledigt werden müssen und die niemals glatt durchlaufen. Genau passend geht das Auto kaputt, die Telefone führen ein seltsames Eigenleben usw usw.

Die Menge an Ereignissen, die da zusammenkommt, ist grotesk. Es ist fast so, als hätten sich Menschen verabredet, es mir gerade besonders schwer zu machen, durch falsche Informationen, nicht eingehaltene Termine, Fehler… Die Anhäufung der Ereignisse kann man nicht mehr als Zufall betrachten. Ich glaube vielmehr, dass das Leben eine Absicht verfolgt, wenn es uns solch eine Krise schickt. Wir sollen wachsen. Ich würde es als Reifungskrise bezeichnen.

Wenn man es schafft, sie nicht persönlich zu nehmen („Warum passiert mir das denn alles!! Immer ich!! Allen anderen geht es besser.“), sondern sie als Spielart des Lebens akzeptiert, lernt man unglaublich viel. Ich komme in einem Moment mit meiner Kraft und Leistungsfähigkeit in Kontakt und werde dann ganz plötzlich in das nicht so angenehme Gefühl der absoluten Ohnmacht geschubst. Nicht alle Gefühle auf dem Weg möchte man gerne fühlen. Und doch gehören sie dazu. Zum Leben Zum Menschsein. Zu mir, zu dir. Alle Gefühle, auch die ganz ungeliebten. Gerade sie drängen in solchen Zeiten an die Oberfläche. Bei mir sind das Wut und Ohnmacht. Das sind typische emotionale Stiefkinder von Frauen, bei Männern sind es oft Ohnmacht und Trauer.

Dann lerne ich Menschen kennen, die mich in ihrer liebevollen Zuwendung ihren Patienten gegenüber zutiefst beeindrucken, die liebevoll und aufmerksam Hilfsbedürftigen das Leben erleichtern und andere, die jegliche Hilfestellung verweigern, indem sie Standardtexte aufsagen.

Und dann merke ich, wie man Situationen verändern kann – je nachdem, welche Ansprache man wählt. Ob man selber bereit ist, eine Beziehung zum Gegenüber herzustellen, ihn auf der menschlichen Ebene anzusprechen oder ob man nur eine Leistung abruft und rein auf der Sachebene kommuniziert. Das Ergebnis fällt sehr unterschiedlich aus.

Ich weiß noch nicht, als welcher Mensch in aus der Krise hervorgehe. (Wie gesagt, der Durchbruch kommt erst noch). Aber ich weiß jetzt schon, dass ich viel gelernt haben werde.

Unter anderem, wie man bei einem alten Auto den Anlasser wieder in Schwung bringt. 🙂

Für diejenigen, die ebenfalls den Ruf nach Entwicklung und Wachstum vernehmen, hier unser wunderschönes Angebot:

Seminar: „Ich bin richtig!“ – Individuell wachsen in Gemeinschaft

Suchen wir es nicht alle, dieses Gefühl, richtig zu sein? Mit allem, was uns ausmacht? Wir unterstützen dich dabei, dass du zu dir stehen kannst und dich richtig zu Hause in dir fühlst. Für dich selbst, vor anderen und mit anderen.
Für unser Seminar sind wir durch einen Selbsterforschungsprozess gegangen. Denn es ist eine neue Herausforderung, als Paar ein gemeinsames Angebot so zu gestalten, dass beide das Gefühl von richtig und stimmig haben. Das war ein Prozess, der uns hat wachsen lassen und der noch einmal einige Änderungen mit sich gebracht hat:

  • Einen neuen Seminartitel, der unser Anliegen hoffentlich gut transportiert.
  • Neue Texte zu dem, was dich erwartet und was du erwarten kannst
  • Und ein neuer Start-Termin

Schau doch mal, ob dich unsere Beschreibung anspricht.

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Barbara Grebe
Barbara Grebe

Barbara Grebe ist Coach für hochbegabte und hochsensible Menschen in Köln.

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