Auf der Suche nach Wahrheit
Was geht dir durch den Kopf, wenn du hörst, dass jemand von „Wahrheit“ spricht?
Kommen da Sätze wie
„Jeder hat seine eigene Wahrheit.“
„Wahrheit ist relativ.“
„Die eine Wahrheit gibt es nicht.“?
Oder hast du vielleicht schon einmal an der einen großen Wahrheit geschnuppert – sie wirklich gespürt?
Die eine Wahrheit
Mir ist bewusst, dass ich mit diesem Thema vermutlich viele Menschen nicht erreichen werde.
Wer die eine Wahrheit der Existenz noch nicht erfahren hat, wird mit meinen Worten vielleicht nicht viel anfangen können oder sie für Hirngespinste halten. Ich will es aber dennoch versuchen.
Die Wahrheit von den ich hier spreche, ist kein Gedanke. Sie ist ein Zustand, den du in dir finden und spüren kannst.
Es ist die Wahrheit des Lebens, das sich durch dich ausdrückt.
Es ist die Tatsache deiner Existenz.
Es ist das Pulsieren der Lebendigkeit in dir.
Wenn wir dieses Lebendige annehmen und durch unser System fließen lassen, dann sind wir (göttlich-gewollter) Ausdruck des Lebens selbst.
Wenn die Sicht versperrt ist
Doch oft ist uns der Zugang zu dieser Lebendigkeit verstellt.
Dann verstricken wir uns in Gedanken von Minderwert, Unwürdigkeit oder in Geschichten von Nicht-dazu-gehören und anderen Tragödien.
Das ist nicht die Wahrheit. (Auch wenn es sich so anfühlt.)
Es ist vernebelte Sicht.
Es sind Gedanken, die versuchen Sicherheit herzustellen.
Sie sind bekannt, vertraut – auch wenn sie sich nicht gut anfühlen.
Aber manchmal scheint das Unerfreulich-Vertraute einfach sicherer als das Glückselig-Neue.
Gefühle wollen gehalten werden
Und weißt du, was die Auslöser sind, die uns immer wieder in den Nebel führen? Es beginnt mit einem Gefühl, an das sich ein Gedanke heftet.
Ein Gefühl wird berührt – und statt es einfach zu fühlen, beginnt der Kopf, eine Geschichte daraus zu machen:
„Siehst du, schon wieder.
Das war damals auch so.
Immer passiert mir das.“
Und zack – bist du mitten in einem inneren Film, den du schon gut kennst.
Der Ablauf hat immer mit einer Gefühlsvermeidung zu tun:
Ein Gefühl taucht auf,
es berührt etwas, das sich unangenehm anfühlt, vielleicht eine alte Wunde,
der Kopf erzählt eine passende Geschichte
und diese Geschichte hält dich im Nebel.
Wenn das Gefühl einfach da sein dürfte, ohne Geschichte, würde es dich eine kurze Weile beschäftigen und dann von selber weiterziehen.
Die Unterbrechung
Um diese Wiederholungsschleifen zu beenden, brauchen wir die Unterbrechung. Sie kann durch einen Menschen kommen, der dir hilft, dein emotionales Erleben neu eizuordnen.
Sie kann durch Körperarbeit geschehen, die dich wieder in Kontakt mit deiner naturgegebenen Lebendigkeit bringt.
Sie kann auch durch Räume entstehen, die helfen, die alten, offenen Geschichten zu einem Ende zu bringen und so abzuschließen.
Am Ende geht es immer um dasselbe:
Die Geschichte verliert ihre Bedeutung, der Nebel lichtet sich und die Lebendigkeit, die du bist, bekommt wieder Raum.
Dann lebst du Wahrheit.
Das ist SEIN.
Und ein kleiner Hinweis für die spirituellen Sucher
Wir alle bewegen uns im Spiel zwischen Klarheit und Vernebelung. Immer wieder.
In einem Moment werden wir geflutet von himmlischer Erhabenheit, beim nächsten Auslöser landen wir mit der Nase im Staub und fühlen uns wie der letzte vollvernebelte Blindfisch.
So geht das Spiel. Die Breakdowns gehören dazu.
Aber es lohnt sich dranzubleiben, denn:
Die Phasen der Vernebelung werden seltener.
Du erkennst schneller, wenn du drinsteckst.
Deine Fähigkeit zu fühlen – und zu lieben – wird größer.
Macht das für dich Sinn?
Bild: remazteredstudio pixabay





